Bioweine Riegel Weinimport 2023-2024

Erste Lage ÖTW Kremstal DAC RIED GAISBERG Die Riede Gaisberg ist eine Erste Lage (1ÖTW) im Sinne des Lagenverständnisses der Österreichischen Traditionsweingüter (ÖTW), der österreichischen Antwort auf den deutschen VDP. Ursprünglich von Winzern aus den niederösterreichischen Weinbaugebieten Kamptal, Kremstal, Traisental und Wagram gegründet, sind inzwischen auch Spitzenbetriebe aus dem Carnuntum und Wien hier Mitglied. Der ÖTW hat Pionierarbeit bei der Klassifikation österreichischer Weinrieden geleistet, die man nicht hoch genug schätzen kann. Auch wenn nicht alle Mitgliedsbetriebe biologisch zertifiziert sind wie der Geyerhof, gelten strenge Nachhaltigkeitskriterien, so z.B. ein generelles Herbizid- und Insektizidverbot für die Bewirtschaftung Erster Lagen. Die gut 1,8 ha große Riede Gaisberg ist ein Veltliner-Weinberg wie aus dem Lehrbuch, dafür sorgt vor allem der Löss in Form von mächtigen, tiefgründigen Ablagerungen, die das Ausgangsmaterial für kalkreiche, gut durchlüftete und humöse Böden bilden. Lössböden bringen ja in der Regel besonders fruchtbetonte, cremige Veltliner hervor, die immer eine Spur zugänglicher, üppiger und früher trinkreif wirken als ihre Pendants von den Urgesteinsböden im Kremstal oder der Wachau. Bei der Familie Maier kann man diesen Unterschied sehr schön zwischen den beiden Rieden Gaisberg und Steinleithn nachvollziehen: beide Lagen mit Blick auf die Donau nur wenige hundert Meter auseinander, aber aufgrund sehr unterschiedlicher Böden fast schon gegensätzliche Weine. Terroir und Terroirweine eben. 45035 · Grüner Veltliner Erste Lage ÖTW Kremstal DAC RIED GAISBERG 2019 6 x 0,75l W v e Vol% 13,7 · RZ 1,5g/l · S 5,3g/l Ein Grüner Veltliner wie aus dem Bilderbuch. Einladende, komplexe Nase nach Jasmin und Apfelblüte. Getrocknete Aprikosen, reife Mango, Kamille und heller Tabak. Deutliche Fruchtsüße, dank gut eineinhalb Jahren auf der Feinhefe herrlich cremig und mit einer sanft tragenden mineralischen Rauchigkeit. Langer Nachhall. Ein früh zugänglicher Grüner Veltliner, aber mit nicht zu unterschätzendem Reifepotenzial. Ein sehr guter und stoffiger Speisenbegleiter nicht nur zur österreichischen Küche und beileibe nicht nur zu Ausgebackenem! P93+/100 Punkte Parker Erste Lage ÖTW Kremstal DAC RIED STEINLEITHN Der steinige Kontrapunkt zum Gaisberg. Der Name einer der ältesten Rieden im Kremstal sagt ja eigentlich schon alles: „Steinleithn“. Während im Gaisberg tiefgründiger Löss dominiert, schaut in dieser 1,04 ha großen Ersten Lage schon Mal der blanke Stein zwischen den Rebstöcken hervor. Deren Wurzeln stoßen hier direkt auf Granulit, einem Urgestein aus Feldspat, Quarz und Glimmer. Fette Weine wachsen auf anderen Böden: Steinleithn-Veltliner sind dagegen immer gradlinig, puristisch mineralisch, steinig möchte man sagen. In ihrer jugendlichen Phase können sie oft etwas schroff und fordernd sein: Weine, die eben nicht nur ein großartiges Lagerpotential besitzen, sondern auch einfordern, um ihren ganzen Facettenreichtum zu zeigen. Sollten Sie die Möglichkeit haben, legen Sie sich ein paar Flaschen (oder Magnums) Steinleithn und Gaisberg zur Seite und verkosten Sie diese z.B. nach 10 Jahren wieder: es ist faszinierend zu sehen, wie die Unterschiede der beiden Rieden über die Jahre bestehen bleiben und die Weine sich gleichzeitig verändern. 45037.20 · Grüner Veltliner RIED STEINLEITHN Erste Lage ÖTW Kremstal DAC 2020 6 x 0,75l W v e Vol% 12,1 · RZ 2,8g/l · S 6,1g/l Eine späte Lese, meist erst im November, und sehr niedrige Erträge auf den kargen Böden sorgen für einen wundervolle komplexen Veltliner. Gärung und Ausbau findet im Stahltank statt, der Wein reift mindestens für 20 Monate auf der Vollhefe. Im Bukett neben Marille und Birne auch Heu und Kräuter. Sehr saftig, mit lebendigem Frucht-Säure-Spiel und der für die Lage so typischen Mineralik, wirkt am Gaumen fast austrocknend. Ein großer Veltliner, gemacht für viele Jahre. P93/100 Punkte Suckling, 92/100 Punkte Parker, 17/20 Punkte Weinwisser WAGRAM Der Wagram folgt dem nördlichen Donauufer als markanter Höhenrücken mit teilweise steiler Abbruchkante zur Donau hin. Auf dem Sand eines frühzeitlichen Meeres liegt Schotter und die den Weinbau prägende im Lauf von Jahrmillionen aus der Donauebene angewehte Lössschicht. Bis 2007 gehörten die Weine des Wagram zum Weinviertel. Weingut Diwald, Martin Diwald, Großriedenthal Kopf oder Chemie? Familie Diwald ist tief in der Region Wagram zwischen Wien und Krems verwurzelt und öko, seit es diesen Begriff gibt. Hans und Paula Diwald waren unter den Ersten, die 1980 mit dem Bioweinbau angefangen und ihn in Österreich ganz wesentlich mitgeprägt haben. Unterstützt von seiner Freundin Uli führt der sympathische Sohn Martin das elterliche Weingut, nachdem er Weinbau studiert und international praktische Erfahrungen gesammelt hat. Er setzt konsequent fort, was die Eltern begonnen haben, denn sowohl im Weinberg als auch im Weinkeller versucht er gänzlich auf Chemie zu verzichten. Die Weine sollen die Weincharakteristik des Lössbodens und die Beschwingtheit der Region transportieren. Die Diwalds machen heitere Weine, die ihrem Lebensgefühl entsprechen. Inhaber: Martin Diwald · Rebfläche: 24 ha · Bio seit: 1980 45060 · Grüner Veltliner SELEKTION QW Wagram 6 x 0,75l W v Vol% 12,5 · RZ 2,1g/l · S 5,6g/l Was Martin Diwald macht, das macht er gut. Blitzsauber, in sich stimmig, da steckt zu einem eher bescheidenen Preis viel Klasse drin. Der Löss prägt die Böden des Wagram, auch diese Lagenselektion aus verschiedenen Weingärten. Regionstypisch mit viel strahlender gelber Frucht und dezentem Pfefferl. Grüner Veltliner, wie er leibt und lebt. Art. Nr. · Bezeichnung / Beschreibung VPE/Liter S·287

RkJQdWJsaXNoZXIy MjY5MzQ=