Riegel Bioweine Handverlesen

REITERPFAD-HOFSTÜCK / RUPPERTSBERGER REITERPFAD Seit der schrittweisen Einführung von klassifizierten Lagen, die 2002 ihren Anfang nahm, haben der VDP bzw. dessen Regionalverbände immer wieder Veränderungen in der Lagenkarte vorgenommen. Der Reiterpfad in Ruppertsberg ist ein gutes Beispiel dafür. Aus VDP.GROSSE LAGE wird VDP.ERSTE LAGE ... sonst ändert sich (fast) nichts, konnte man sagen, als sich Familie Christmann mit dem Jahrgang 2020 entschloss, seine Rieslinge aus dem Reiterpfad innerhalb der vierstufigen VDP-Klassifizierung neu zu positionieren. Ursprünglich als Großes Gewächs aus dem Ruppertsberger Reiterpfad auf den Markt gekommen (also VDP.GROSSE LAGE REITERPFAD), wurde bereits 2015 das erste Mal feinjustiert und nur der Wein aus dem gut 10 ha großen Teilbereich Hofstück (von insgesamt 77 ha) trug noch die Bezeichnung VDP.GROSSE LAGE. Mit dem Zusatz HOFSTÜCK. Jetzt hat man sich entschlossen, auch Trauben aus anderen Gewannen im Reiterpfad, wie Hausbrunnen und Quelle sowie dem benachbarten Ruppertsberger Spieß in den Wein einfließen zu lassen, allesamt VDP.ERSTE LAGEN. Auf die Nennung dieser Gewannennamen auf dem Etikett wird aber bewusst verzichtet: Der Wein heißt jetzt schlicht Riesling VDP.ERSTE LAGE RUPPERTSBERGER REITERPFAD und ist ein Erstes Gewächs, wenngleich mit einer gehörigen Portion Großes Gewächs in der Flasche. Die Feinheiten der Gewanne für einen kurzen Moment einmal kurz beiseitegelassen, ist der Reiterpfad einfach eine Pfälzer Riesling-Lage, wie sie typischer kaum sein könnte. Eine 60 ha große, leicht nach Südosten abfallende Terrasse, die sich im Laufe von tausenden Jahren aus Buntsandsteingeröll des Haardtgebirges, dem typischen Gestein der Region, gebildet hat. Der Pfälzerwald ist hier zwischen Ruppertsberg und Wachenheim fast durchgängig geschlossen, d.h. die Weinberge sind besonders gut windgeschützt. Das Herzstück, der Teilbereich Hofstück, profitiert dank seiner exponierten Lage von einer sehr langen Besonnung von den frühen Morgenstunden bis in den späten Abend. Das Klima hier ist fast schon mediterran. Die anderen Parzellen, die ins VDP.ERSTES GEWÄCHS einfließen, sind etwas näher am Waldrand zu finden, damit auch entsprechend kühler und feuchter. Eine perfekte Balance zwischen Fülle und Frische im finalen Wein ist das Ergebnis. Riesling VDP.ERSTES GEWÄCHS RUPPERTSBERGER REITERPFAD 1G 2020 · 58112.20 UVP: 41,00 € / 0,75l Flasche Das erste VDP.ERSTE GEWÄCHS aus dem Reiterpfad. Zum ersten Mal fließen nicht nur die Trauben aus dem als VDP.GROSSE LAGE klassifizierten Teilbereich Hofstück, sondern auch aus anderen als VDP.ERSTE LAGE klassifizierten Weinbergen wie den Gewannen Hausbrunnen und Quelle in den Reiterpfad mit ein. Das Ergebnis ist eine sehr stimmige Balance zwischen der Frische der kühleren Lagen und der Kraft und Opulenz, die aus dem Herzstück und wärmsten Teil des Reiterpfads, dem Hofstück, kommt. In der Nase etwas Earl Grey, viel Weinbergspfirsich und Quitte. Trotz Schmelz am Gaumen dennoch saftig, mit Zug und einer schönen Trinkigkeit. Auch wenn es etwas verkürzt ist: ein Erstes Gewächs mit ganz viel Großem Gewächs in der Flasche, zu einem sehr guten Preis-Genuss-Verhältnis. Vol% 12,7 · RZ 2,0g/l · S 7,5g/l P 94/100 Punkte James Suckling, 91/100 Punkte VINUM 2022, 91/100 Punkte Eichelmann 2022 Riesling VDP.ERSTES GEWÄCHS RUPPERTSBERGER REITERPFAD 1G 2021 · 58112.21 UVP: 40,00 € / 0,75l Flasche Wirkt robust und fest, mit einer vom Sandstein geprägten feinen erdigen Note. Der Wein liegt dicht und kraftvoll im Glas. Nicht ganz so kühle Frucht wie bei den Großen Gewächsen des Jahrgangs 2021, etwas pfalztypischer. In reizvollem Kontrast dazu steht sein spielerisches, elegantes und fein gewobenes Finale, das durch ein Zusammenspiel aus Mineralität, gelber und weißer Frucht sowie etwas Schmelz überzeugt. Vol% 12,5 · RZ 0,8g/l · S 7,7g/l P 92+/100 Punkte Parker, 91/100 Punkte Eichelmann 2023, 90/100 Punkte VINUM 2023, 4 Trauben Nationale Spitze Gault & Millau 2023 Riesling VDP.ERSTES GEWÄCHS RUPPERTSBERGER REITERPFAD 1G 2022 · 58112.22 UVP: 40,00 € / 0,75l Flasche Der Sommer 2022 galt wieder als weiterer Jahrhundertsommer, was nicht immer gleichbedeutend mit einem Jahrhundertjahrgang beim Wein einhergeht, wie wir spätestens seit dem Jahrgang 2003 wissen. Doch gerade die deutschen Topwinzer haben in den letzten Jahren gezeigt, dass sie mit den extremen Temperaturen und der Trockenheit immer besser umzugehen wissen. So hat auch Familie Christmann einen wahren Paradepfälzer auf die Flasche gebracht. Neben der üppigen Frucht begeistert der Wein auch mit einer herrlichen Frische. In der Nase dominieren gelbe Früchte wie Aprikose, Mango und Roter Weinbergpfirsich. Am Gaumen wunderbar saftig und voller Frucht, dabei aber nie eindimensional, sondern mit viel Spiel und fein abgestimmter Säure im Hintergrund, sehr ausgewogen und geradlinig. Wird mit der Reifung noch spannende Aromen dazugewinnen. P 94/100 Punkte James Suckling 247 WEINGUT A. CHRISTMANN

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