VDP.GROSSE LAGE KIRCHSPIEL Wie ein antikes Amphitheater, so öffnet sich das Kirchspiel zum Rhein. Eine nahe Hügelkette schützt den nach Süd-Südost ausgerichteten Halbkessel vor kalten Westwinden. Ähnlich wie beim Morstein ist nur ein Teilbereich als VDP.GROSSE LAGE deklariert: Nur etwa ein Drittel von insgesamt 45 ha sind es beim Kirchspiel. Die Rebstöcke der Familie Wittmann stehen vor allem im oberen Teil der Lage, in Parzellen mit einer Steigung von bis zu 30 Prozent. Auch bei den Böden finden sich Ähnlichkeiten zum Morstein. Massiver Kalkstein im Untergrund, darüber Tonmergel und Kalksteinverwitterungslehm. Das Kirchspiel ist eine historische Lage, die sich bis ins Jahr 1348 zurückverfolgen lässt. Bereits der badische Weinbaupionier Johann Philipp Bronner stufte sie (zusammen mit der Aulerde) in seiner Schrift „Der Weinbau in der Provinz Rheinhessen, im Nahethal und Moselthal“ 1834 als hervorragend ein. Die Hierarchie unter den GG-Weinen bei Philipp Wittmann ist eindeutig: Der Morstein steht (zusammen mit der benachbarten Lage Brunnenhäuschen) ganz oben. Die Aulerde, die wärmste Einzellage, eröffnet die Welt der Großen Lagen des Weinguts. Nicht nur im übertragenen Sinne, sind es doch ihre Weine, die sich in der Regel als erste öffnen. Das Kirchspiel steht dazwischen, ist aber qualitativ und preislich deutlich näher beim Morstein angesiedelt. Nicht selten fallen die Bewertungen von namhaften Weinkritikern nur um ein bis zwei Punkte niedriger als beim Morstein aus. Mit anderen Worten: Sollten Sie vom chronisch raren Morstein keine Flasche mehr ergattern, ist das KIRCHSPIEL nicht einfach die beste zweite Wahl, sondern die Wahl eines großen Rieslings sui generis. Riesling VDP.GROSSE LAGE KIRCHSPIEL GG 2024 · 57298.24 UVP: 68,00 € / 0,75l Flasche Verfügbar ab April 2026. VDP.GROSSE LAGE AULERDE Die Aulerde ist in der Regel immer der Riesling unter den GG-Weinen von Philipp Wittmann, der sich als erstes öffnet. Während Morstein und Kirchspiel häufig noch mineralisch schroff daherkommen, bereitet die Aulerde mit ihrer oft fast tropischen Fruchtigkeit schon im frühen Stadium richtige Trinkfreude. Das erklärt sich aus dem Mikroklima der Lage, die als wärmste Lage Westhofens gilt. Das Kirchspiel im Westen umschlingt mit seinem amphiteaterförmigen Halbkessel quasi die Aulerde und schützt sie so vor kühlen Winden. Die Traubenreife wird hier im Vergleich zu den anderen Großen Lagen bereits relativ früh erreicht. Auch die Böden, vor allem Löss und Tonsand im Untergrund sowie schwerer Tonmergel und Kalkstein im Oberboden, befördern, dass die Rieslinge von hier sich früher von ihrer fruchtigen Seite zeigen. Was, um es zu betonen, nicht heißen soll, dass aus dieser Lage keine lagerfähigen Rieslinge kommen würden. Hinsichtlich ihres Reifepotenzials stehen sie den anderen Westhofener GG kaum nach. Von der insgesamt fast 100 ha großen Lage sind nur drei, nicht zusammenhängende Flurstücke als VDP.GROSSE LAGE klassifiziert, die zusammen nur wenige Hektar ausmachen. Philipp Wittmann kann in der Aulerde auf besonders alte Rebstöcke zurückgreifen: Sie wurden bereits Ende der 1940er und Anfang der 1950er Jahre mit hoher Pflanzdichte gesetzt. Riesling VDP.GROSSE LAGE AULERDE GG 2024 · 57297.24 UVP: 58,00 € / 0,75l Flasche Verfügbar ab April 2026. 210 WEINGUT WITTMANN
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